... anerkannt als gemeinnützig und besonders förderungswürdig

Tiervermittlung

Leishmaniose – na und ?!


Wir haben uns vor 2 Jahren im Internet in einen Hund verguckt. Dort stand, dass sie auf einer Pflegestelle lebt, sehr lieb und verschmust ist – und Leishmaniose hat.

Leishma – was ???

Naja, egal. Wir haben dann beim Tierschutzverein angerufen und mitgeteilt, dass wir Interesse an Tara haben. Vorab würden wir aber gerne etwas über diese Leishmaniose wissen. Wir wurden freundlich darum gebeten, den Tierarzt von Tara anzurufen. Der hat alle Informationen für uns.

Gesagt, getan. Uns wurde erklärt, dass es sich um einen Infekt handelt, der die inneren Organe befällt. Es kann passieren, dass ein Hund, der diese Krankheit hat, ein ebenso langes Leben wie jeder andere Hund führen kann, es kann aber auch sein, dass die Krankheit zu Organversagen führt und der Hund eher stirbt. Durch tägliche Tabletten ( Allopurinol ) kann man dem Infekt gegenhalten. Diese Tabletten kosten ca. 12,- Euro und reichen je nach Verabreichung ca. 2-3 Monate. Einmal im Jahr gehen wir zur Blutuntersuchung und überprüfen die Werte. Je nach Wert wird die Tablettendosis angesetzt.

Das zum Sachlichen, nun zum wichtigsten Teil, das tägliche Leben: Unserer Hündin (ex Tara, jetzt Billie Jean) merkt man nichts an. Obwohl sie verhältnismäßig hohe Werte hat. Durch ein geregeltes Umfeld und viel Liebe und Zuwendung fühlt sie sich pudelwohl – und das stärkt die Abwehr.

Man kann mit ihr ein ganz normales Leben, wie mit jedem anderen Hund führen. Der einzige Unterschied ist die Tablette. Morgens nach dem Gassigehen und abends nach dem Gassigehen, lecker in Leberwurst.

Sie genießt die Spaziergänge und liebt es mit anderen Hunden zu toben. Auch mit unserem Rüden fängt sie schon morgens zum Spielen an. Es macht einfach nur Spaß den Hunden zuzusehen.

Und keiner glaubt mir, dass mein Hund „krank“ ist.

Billie ist eine Hündin, die einfach nur dankbar für ihre zweite Chance ist. Zuerst wie Müll in einer Tötungsstation entsorgt und nun in einer Familie die sie sehr liebt und überglücklich ist, sich gegen die Vorurteile eines „kranken“ Hundes gestellt zu haben. Jeder Hund kann im Laufe des Lebens erkranken und irgendwann an etwas anderem als einer Altersschwäche sterben. Warum soll ich also einem Hund, bei dem ich schon weiß dass er krank ist, keine Chance geben?

Jeder hat es verdient, einmal im Leben glücklich gewesen zu sein.

Und ehrlich, kann man da widerstehen?