... anerkannt als gemeinnützig und besonders förderungswürdig

Tiervermittlung

Bilder und Geschichten

Die Geschichte von Lotus …

….fing damit an, dass wir überlegten einen Zweithund bei uns aufzunehmen. Auf meiner Suche durchforstete ich viele Tierheime, bis ich eines Tage auf eine Tötungsstation in Portugal und den Tierschutzverein ABRA stieß. Es gab so viele Hunde, die eingeschläfert werden sollten, am liebsten hätte ich sie alle bei mir aufgenommen.

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Das brachte mich auf die Idee einen Hund zur Pflege zu nehmen. Somit würde ich ihm die Möglichkeit auf ein schönes Zuhause und ein neues Leben geben und hätte immer wieder die Option nach seiner Vermittlung wieder einem Tier das Leben zu retten.

Ich schrieb den Verein an und teilte mit, dass ich sie gerne unterstützen würde, jedoch möchte ich mir zuvor die Arbeit von ABRA vor Ort selbst ansehen, bei der Gelegenheit würde ich den Pflegehund auch gleich mitnehmen. Nun meldeten sich aber im Laufe der Zeit noch einige Menschen, die ebenfalls ein Tier aufnehmen wollten und so wurden schließlich aus einem Pflegehund elf Hunde und elf Katzen. Wir entschieden uns für Fang einen sehr ängstlichen Hund.

Dann blieb aber noch Lotus, den eigentlich keiner so richtig wollte. Ich wollte beiden eine Chance geben und entschied dann, Fang und Lotus bei uns zur Pflege zu nehmen. Beide Rüden waren mit anderen Tieren verträglich und da mein eigener Hund auch alles liebt was sich bewegt, sah ich keinerlei Probleme.

Dann geschah aber das, womit keiner gerechnet hätte, als wir die Tiere in die Boxen eingeladen haben ging Lotus auf Fang los. Sie haben sich plötzlich gar nicht mehr vertragen.

Nun, was tun? Da lassen wollte ich ihn nicht, also nahmen wir ihn mit in eine Pflegestelle nach Krefeld. Lotus wurde bereits nach kurzer Zeit in eine nette Familie vermittelt und es war alles wunderbar, bis zu dem Tag, als sich die Nachbarn angeblich über den Geruch des Hundes beschwert hätten und der Vermieter verlangte, dass der Hund sofort abgeschafft werden sollte. Ich erhielt einen Anruf: „Entweder sie holen Lotus ab, oder er muss ins Tierheim“. Krefeld ist 600 km weit weg von Regensburg und es war mir unmöglich ihn sofort abzuholen. Zum Glück oder auch nicht, fand sich in der näheren Umgebung eine Pflegestelle, die bereit war ihn bei sich aufzunehmen. Auf den ersten Blick hat auch alles gepasst, nur leider kann man in die Menschen nicht reinsehen. Zwei Wochen später bekam ich einen Anruf: „Sie müssen den Hund sofort holen“. Angeblich hat er sich nicht mit den Katzen vertragen. Nun ja, wieder mal sofort holen. Wieder mal sofort nicht möglich.

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Lotus bei seiner Pflegefamilie in Krefeld

Man sagte zu mir, es gebe in der Nähe eine Hundepension, somit hätte ich die Möglichkeit ihn am nächsten Wochenende zu holen. Ein sehr netter Herr von einer Pension in Mettmann holte Lotus ab und kümmert sich um ihn, eine ganze Woche lang.

Als ich am Samstag um 11.30 Uhr vor der Pension stand, bot sich mir ein Bild des Grauens. Der lebensfrohe, aufgeweckte Hund, den wir damals aus Portugal geholt haben, kam uns in geduckter Haltung völlig verschreckt entgegen. Auf seiner Schnauze war ein großer blutiger Kratzer. Er war sehr dürr und seine Muskeln hatten sich zurückgebildet, da er anscheinend keinerlei Auslauf hatte. Wir nahmen Lotus mit zu uns, er hat sich aber leider mit unserem Paco auch nicht verstanden, also entschied ich kurzfristig ihn in einer 100 km entfernten Pension unterzubringen.

Warum 100km entfernt? – Weil es dort keine Zwingerhaltung gibt, die Hunde im Rudel leben, und rund um die Uhr mit Menschen zusammen sind, sei es draußen oder im Haus. Lotus wird sehr liebevoll umsorgt, schloss auch schon einige Freundschaften mit anderen Rüden, was uns auf die Idee brachte, dass er eventuell auch mit Paco Freundschaft schließen könnte. Also entschieden wir uns schweren Herzens, aber für eine gute Sache, unseren Hund eine Woche lang auch in der Pension zu lassen. Doch leider wollte Lotus mit Paco keine Freundschaft schließen.

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Lotus und Paco in der Pension Wunderlich in Altdorf

Es dauerte nicht lange, bis ich zwei nette Menschen kennenlernte, die sich für Lotus interessierten. Und so beschloss ich an einem Samstag mit Lotus nach Lauenau zu fahren um mir die Herrschaften näher anzuschauen. Ich war nicht sehr optimistisch, dafür aber um so mehr erfreut, als ich ohne ihn wieder zurückgefahren bin.

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Lotus bei Michael und Marsha

Michael und Marsha sind nach wie vor sehr glücklich über ihre Entscheidung ihn behalten zu haben. Und Lotus? Lotus fühlte sich vom ersten Augenblick an sehr heimisch…

Wir wünschen Lotus alles Gute in seinem neuen Zuhause!